Lungerersee AG

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Geschichte        
         
1996

Anlässlich Versammlung der Lungerer Fischer wurde beschlossen einen

Fischerverein zu gründen

     
         
1. Juni 1996 Gründungsversammlung der Fischerfreunde Lungern mit 73 Mitgliedern      
         
2004

Auf wiederholten Wunsch der Fischerfreunde ist es dem Kant. Amt für Landwirtschaft

und Umwelt gelungen, eine prov. Bewilligung vom BAFU für den Einsatz von Regenbogen-

Forellen im Lungerersee für die Jahre 2005 bis 2008 zu erhalten. Seither wurden im Lungerersee

auf Kosten des Kantons jährlich ca. 1'000 kg Regenbogenforellen eingesetzt.

Für zusätzliche Einsätze sammelten die Fischerfreunde Lungern bei den Tourismus-

Verantwortlichen und beim Gewerbe Geld. Es kam der stolze, zweckgebunden Betrag von Fr. 6'500.- zusammen.

Dieser Betrag wurde ab 2005 kontinuierlich für zusätzliche Einsätze verwendet.

     
         
23. Dezember 2004 Erster Einsatz von Regenbogenforellen      
         
10. Juni 2006

Ausserord. GV "Die Fischerfreunde Lungern" bitten den Gemeinderat, beim Regierungsrat

Obwalden die Eigenbewirtschaftung des Lungerersees unter gleichzeitiger Aufhebung des

Freiangelrechts zu beantragen.

     
         
13. Nov. 2006

Kommission wurde von der Einwohnergemeinde zusammengestellt mit der gründlichen

Klärung der Vor- und Nachteile der eigenen Fischereibewirtschaftung

     
         
15. März.2007

Der Kantonsrat genehmigt den verbindlichen Richtplan für Kantons- und Gemeindebehörden.

Lungern wird darin 2006 - 2020 als naturnaher Erholungsraum qualifiziert. Als Wohngemeinde mit

sanftem Tourismus drängt sich die Attraktivitätssteigerung des Lungerersees als Fischereigewässer

regelrecht auf.

     
         
10. November 2008 Einreichung des Gesuches beim Regierungsrat für eine Eigenbewirtschaftung      
         
Ende 2009

Änderung der gesetzlichen Grundlagen (Fischereiverordnung) sind von den zuständigen

Behörden vollzogen.

Die Bewilligung des Bundes für den Fischbesatz von Regenbogenforellen liegt vor.

     
         
Januar 2010 Für die Arbeiten der Fischereibewirtschaftung im Lungerersee werden Dritte beauftragt.      
         
10. Mai 2010 Die Verwaltungsräte nehmen mit der 1. VR Sitzung die Arbeiten für die neue AG auf      
         
17. Juni 2010

In der 2. VR Sitzung wurden die Ressorts verteilt und die Vorbereitungen für die Aktiengesellschaftsgründung vorgenommen.

     
         
22. Juni 2010 Gründung der Lungerersee AG. Die Einwohnergemeinde hat die Stimmrechtsaktienmehrheit.      
         
17. September 2010 Die Zeichnungsfrist für die AK - Erhöhung von 120'000.- auf 250'000.- ist abgeschlossen      
         
1. Jan. 2011 Die Lungerersee AG nimmt mit dem Fischerparadies Lungern ihren Betrieb auf      
Die Geschichte des Lungerersee      
         
 

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entschloss sich die Bevölkerung, zur Landgewinnung, den See tiefer zu legen. Es war ein sehr schwieriges Unterfangen, welches die Bevölkerung in zwei Parteien spaltete. Die Gegner wurden „diä Nasse“ und die Befürworter „diä Trochene“ genannt und beide beharrten lange auf ihren Standpunkten. Was für die einen utopisch und undurchführbar, war für die anderen ein notwendiger Akt zur Verbesserung der Lebensbedingungen.

Nachdem Messungen ergeben hatten, dass durch die Absenkung des Sees um 35 m ungefähr 180 ha Weidland gewonnen werden könnten, liess man die für die Landesregierung erforderlichen Gutachten erstellen. Im Jahr 1790 konnte mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Politische Unruhen, Geldmangel und konfessionelle Spannungen verzögerten das ganze Vorhaben. Am 9. Januar 1836 erfolgte die letzte Sprengung am 410 m langen Kanal durch den Felsen, der das Seebecken an seinem Nordende bei Bürglen abschloss. Damit wurde der Seespiegel um 35 m gesenkt und neues Weidland gewonnen.

Fast ein Jahrhundert später kauften die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) in Luzern den ganzen See mit dem Boden und den damals bestehenden Häusern sowie einer kleinen Sägerei der Gemeinde ab. Zur damaligen Zeit standen etwa 12 Wohnhäuser im Seeboden. Verschiedene gut erhaltene Häuser wurden abgebrochen und später, an anderer Stelle, in der Gemeinde Lungern aufgebaut. Zum Betreiben des Kraftwerkes am Lungerersee fluteten die CKW den See im Jahre 1926 / 1927 wieder auf. In dieser Zeit spielt die, von der Lungerer Schriftstellerin Heidy Gasser verfasste Sage der Fee vom Lungerersee. Seit 1982 betreibt das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) das Kraftwerk Lungerersee.

 

Artikel im Lungern informiert vom Feb. 2011

Die Tieferlegung des Lungerersee im Jahre 1836